Vortrag von Kurt Langguth, Dahn

Anfänge der Kunst und Musik vor 40.000 Jahren - Bericht zu den Fundstellen Hohler Felsen Schelklingen

Zu einem Vortrag über die Anfänge der Kunst und Musik vor 40.000 Jahren lädt der Historische Verein Pirmasens e.V. für Montag, 27. Februar 2017, 19.30 Uhr, in den Carolinensaal nach Pirmasens ein.

Der Vortrag befasst sich mit den altsteinzeitlichen Fundstellen im Lone- und Achtal bei Heidenheim und Blaubeuren sowie Schelklingen. In den Höhlen Hohlestein-Stadel, Vogelherd, Geissenklösterle und Hohle Fels ergaben die Ausgrabungen und die Auswertungen einen neuen Blick auf die Menschen der Jüngeren Altsteinzeit, die auf ca. 40.000 bis 12.000 Jahre vor Heute datiert wird.

In dieser Fundregion sind weltweit besondere Objekte, vor allem in den letzten beiden Jahrzehnten, ausgegraben worden. Schwerpunkt des Vortrages sind die älteste figürliche Kunst und die ersten Musikinstrumente (Flöten) der Welt, insbesondere aus dem Hohle Fels, Schelklingen. Wenig bekannt ist, dass die einzelnen Phasen der Jüngeren Altsteinzeit hier früher als in Südwestfrankreich, das allgemein als die „Wiege der Menschheit“ bezeichnet wird, begannen. Kunst und Musik scheint, zumindest nach dem derzeitigen Forschungsstand, in Südwestdeutschland seinen Anfang genommen und sich dort besonders deutlich ausgeprägt zu haben.

Der aus Pirmasens stammende Referent Kurt Langguth hat als Grabungsmitarbeiter 1996 und von 1999 bis 2003 als örtlicher Grabungsleiter im Hohle Fels, Schelklingen, gearbeitet. Während dieser Zeit und danach noch bis 2007 nahm er an der Auswertung der Funde aus Geissenklösterle (Nachgrabung 2001 und 2002) und dem Hohle Fels teil. Die Forschungsgrabungen im Hohle Fels dauern immer noch an.

Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei.

Löwenmensch