Geschichte des Historischen Vereins

CHRONIK der Bezirksgruppe Pirmasens des Historischen Vereins der Pfalz e.V.

75 JAHRE HISTORISCHER VEREIN PIRMASENS

Ansprache des ersten Vorsitzenden Wolfgang Loeser
am 14. Mai 2000 im Theo Schaller-Saal

„Die Gründung des Vereins wurde vorbereitet in einer Besprechung mehrerer Herren, die auf eine Einladung des städtischen Studienprofessors Dr. Fergg hin am 7. April dieses Jahres im Hotel Pfälzer Hof zusammenkamen. Bei dieser Gelegenheit wurden einige Herren mit den weiteren Vorbereitungen betraut, die dann auf den 11. Mai eine Versammlung nach dem Cafe Luitpold beriefen.

Dem Rufe folgten etwa 30 Herren und diese beschlossen einstimmig die Gründung eines Vereins für Heimatkunde Pirmasens. Geheimrat Strobel, übernahm in dankenswerter Weise auf Zuruf den 1. Vorsitz des Vereins, zum 2. Vorsitzenden wurde Kommerzienrat König bestimmt; als Ausschussmitglieder wurden gewählt: Eduard Fahr, Dr. Fergg, Dr. Forstner, Forstrat Hummel, Dr. Jaffe, Oberlehrer Kampfmann, Bürgermeister Ludwig, Lehrer Oskar Schäfer, Josef Schubert, Oberregierungsrat Wenner.“

Mit diesen Sätzen wurde der Gründungsakt unseres Vereins in den Pirmasenser Geschichtsblättern 1925 festgehalten. Weitere Belege gibt es nicht.

Und heute, 75 Jahre und 4 Tage später, haben wir uns hier zusammengefunden, um den Geburtstag unseres Vereins zu feiern.

Ich darf Sie alle als „Vereinsgeburtstagskinder“ recht herzlich begrüßen, 

unser Mitglied, Herrn Oberbürgermeister Krekeler, der Grußworte der Stadt Pirmasens zu uns sprechen wird, 
Herrn Dr. Werner Transier, der in Vertretung des ersten Vorsitzenden des Historischen Vereins der Pfalz, Herrn Dr. Paul Schädler, zu uns sprechen wird. 
Bei uns ist Herr Bürgermeister und Kulturdezernent Dr. Matheis,
Stadträte, Presse, entschuldigt hat sich Herr Landrat Duppré, 
Pollichia, Westwall Museums Verein,
Herr Rickhard vom Historischen Verein Otterberg hat einen eigenen Termin, bei dem es um die Urkunden zur Abtei aus dem neu angeschafften Gatterer Apparat geht.
Herr Staedtler vom Historischen Verein Zweibrücken hat eine Verpflichtung in einem anderen Verein, wird aber durch Herrn Prof. Lehmann würdig vertreten.
Viele Mitglieder haben mich in den letzten Tagen angerufen, dass sie sich um Mütter und Großmütter kümmern müssen.
Ja auch bei uns in der Familie musste das traditionelle Muttertagsessen auf den Abend verschoben werden.
Um so mehr freue ich mich, dass Sie alle sich doch die Zeit genommen haben, herzukommen und sich bei Ihren Frauen, Müttern und Großmüttern haben loseisen können.

Meine Damen und Herren, wir sind ein Verein, der sich der Geschichte verschrieben hat.
Deshalb wollen wir uns heute wieder mit Geschichte befassen. Zuerst möchte ich Ihnen einen kleinen Überblick über die Geschichte unseres Vereins geben. 

Nach den genannten Grußworten wird Herr Rauch, den ich mit Frau und Famile recht herzlich begrüße, über "Prinzessin Caroline - ihre Jahre in Preussen" berichten. Hierzu passt auch die kleine Ausstellung im Hintergrund (Münzverein).

Zu Beginn und zwischendurch bilden den musikalischen Rahmen auf „historischen“ Instrumenten das Ensemble „Holzwurm“ mit Dieter Funda, Wilhelm Moosmann, die ich hiermit recht herzlich - quasi als Gleichgesinnte in Sachen Musik - willkommen heiße.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, wie sollte es anders sein, der Historische Verein Pirmasens befasst sich seit 75 Jahren mit allen Bereichen der Geschichte, aber seine eigene Geschichte ist nirgends festgehalten. Leider sind aus früheren Zeiten praktisch keine Dokumente oder Akten über den Verein selbst vorhanden. Deshalb wird die der folgende Überblick über die Vereinsgeschichte sehr lückenhaft sein. Ich hoffe, dass diese Lücken aber auch Anlass sein werden, dass sich alle Mitglieder nun vereinsgeschichtsforscherisch betätigen, um nach und nach die Lücken zu füllen.

Vom Verein für Heimatgeschichte zum Historischen Verein Pirmasens e.V.

Gründung am 11.05.1925

Die Pirmasenser Geschichtsblätter (Kopf), erschienen in den Jahren 1925 bis 1939. Sie berichten anfangs unter der Rubrik „Aus dem Vereinsleben“, wie es mit unserem Verein angefangen hat. Doch bald wird diese Rubrik eingestellt, so dass sich nur noch aus den Artikeln selbst das Wirken der Vereinsmitglieder widerspiegelt. Zunächst widmete man sich intensiv der Landgrafenzeit und dem Landgrafen selbst. Nach und nach wurden aber auch viele andere Themenbereiche aufgegriffen. Auffällig ist auch, dass in den späteren Jahrgängen mehr Artikel über die Region erschienen.

Leider ging man mit Quellenangaben eher spärlich um. Aber auf diese Weise wurden wenigstens Quellen erschlossen, die zum Teil heute nicht mehr vorhanden sind. Der Stil war meist volkstümlich, weniger wissenschaftlich – man muss bedenken, es war ja zunächst eine Zeitungsbeilage. In den 14 Jahrgängen erschienen ca. 500 Beiträge.

Dr. Albert Jaffe, langjähriger Schriftleiter, und Lorenz Kampfmann lieferten den Löwenanteil von jeweils ca. 100 Artikeln, gefolgt von Eduard Fahr (ca. 45) und Oskar Schäfer (ca. 25). Leider sind die Pirmasenser Geschichtsblätter komplett nur noch in wenigen Exemplaren, - darunter im Stadtarchiv - erhalten und in für jüngere Generationen schwer lesbarer Schrift. In unserer ausführlichen Chronik, die wir im nächsten Jahrbuch abdrucken wollen, haben wir erstmals eine Gesamtübersicht aller Jahrgänge und Artikel zusammengestellt. Sicherlich wäre es dienlich, einmal über den Nachdruck der Geschichtsblätter nachzudenken.

Die letzte Ausgabe der Pirmasenser Geschichtsblätter erschien am 29. Juni 1939. Offenbar fand sich kein Nachfolger für den weggezogenen Schriftleiter Dr. Jaffe, der Krieg war wohl der Grund für die endgültige Einstellung der Publikationen.

Ein wesentlicher Teil des Engagements unseres Vereins lag sicher auch in der Gründung eines Heimatmuseums. Die Idee hierzu stammt schon nachweisbar aus dem Jahr 1909, wo auf Betreiben des Notars Breith ein entsprechender Ratsbeschluss gefasst wurde. Breith trug zusammen mit Schubert auch schon eine Vielzahl von Ausstellungsstücken zusammen. Der erste Weltkrieg verhinderte aber den Aufbau eines Museums. Danach dauerte es bis ins Jahr 1929, bis endlich im ehemaligen Hotel Schwan am Exerzierplatz das Heimatmuseum eröffnet werden konnte. Es wurde offenbar vom Verein betrieben, wobei Oskar Schäfer als treibende Kraft angesehen werden kann. Die Stadt Pirmasens stellte die Räumlichkeiten - einen großen Saal und mehrere Zimmer auf mehreren Etagen - zur Verfügung.

Wie Sie wissen, wurde das Gebäude im Krieg zerstört und viele Ausstellungstücke wurden vernichtet.

Wir haben leider keine Hinweise, wie die Nationalsozialisten mit dem Historischen Verein umgegangen sind. Immerhin wurde er nicht aufgelöst, wie so viele andere Vereine. Es gibt natürlich auch Beispiele, dass sich die Pirmasenser Geschichtsdarstellung wohl oder übel der damaligen Politik unterordnete - um nur eines zu nennen, die Darstellung des Separatismus.

Über den Neuanfang nach dem Krieg haben wir einen Hinweis: im Nachruf zum Tode des 2. Vorsitzenden Dr. Otto Klesmann im März 1986. Dort steht die Bemerkung, dass er dieses Amt seit 1946 begleitet hat. Also muss es zu dieser Zeit schon wieder den Historischen Verein gegeben haben. Erster Vorsitzender war Schullehrer Breith bis 1963.

Die Pirmasenser Geschichtsblätter wurden nicht weitergeführt, allerdings gab es über viele Jahre hinweg in der Pirmasenser Zeitung die Rubrik/Beilage „Rings um den Horeb“, in der viele historische und heimatkundliche Beiträge erschienen (Das Wort Heimat war ja lange Zeit verpönt).

Oskar Schäfer hat auch nach dem Krieg weitergewirkt. Von ihm stammt aus dem Jahr 1950 ein Konzept für ein neues Museum mit immerhin 24 Sälen allein für das Deutsche Schuhmuseum.

Walter Sigl (Mitglied?) ist ein Name, der in dieser Zeit immer wieder aufgetaucht. Man sagt, er habe sich intensiv um die Pirmasenser Geschichte bemüht (Pirmasenser Sippenbuch), wollte dann später bei der Stadt „Museumsleiter“ werden. Angeblich sei er nach der Absage aus Pirmasens weggezogen. Spätere Nachforschungen nach seinem „Werk“ blieben ergebnislos.

Ein Markstein für den Verein und die Pirmasenser Geschichte war der Wiederaufbau des Alten Rathauses (durchgeführt von Seiten des Bauamts von unserem Mitglied Herrmann Dumser) mit der Einrichtung des Heimatmuseums, des Schuhmuseums und der Bürkelgalerie.

Die Museen konnten zur 200-Jahrfeier der Stadt Pirmasens 1963 eröffnet werden, zu der auch eine größere Broschüre herausgegeben wurde.

Über den Ablauf dieses Jahres gibt es in den Vereinsakten die ersten Unterlagen mit einer Art Jahresbericht zu Beginn 1964.

Der 1. Vorsitzende Breith starb am Tage vor den Feierlichkeiten. Sein Nachfolger wurde Bürgermeister Theodor Neubauer, zweiter Vorsitzender blieb - wie schon erwähnt - Dr. Otto Klesmann.

Häufig im Stillen manchmal aber auch im Lichte der Öffentlichkeit arbeiteten Vereinsmitglieder an der Ausgrabung des Steinenschlosses mit. Diese Arbeit ist z.T. heute noch nicht abgeschlossen.

Erst in den frühen 70er Jahren wurden dann auch Jahresprogramme herausgegeben, in denen die einzelnen Veranstaltungen angekündigt wurden. Da offenbar historisches und naturkundliches Interesse bei vielen Mitgliedern gleichzeitig vorhanden war, bestand eine Vortragsgemeinschaft von Pollichia und Historischem Verein. Erst 1975 gab es mit Horst Kettering einen eigenen Vorsitzenden der Pollichia in Pirmasens. In dieser Zeit verlagerte sich auch der Schwerpunkt der Veranstaltungen und Vorträge deutlich in die naturkundliche Richtung.

Ab 1975 sind die Jahresprogramme nahezu vollständig in den Vereinsakten, so dass von dieser Zeit an die Aktivitäten nachvollziehbar sind. In der Chronik, die wir abdrucken, werden alle Vorträge und Veranstaltungen enthalten sein, so dass auch hieraus sich wieder ein Bild der Vereinstätigkeit ergibt.

Selbst wenn J.B. Lehnung nicht Mitglied des Historischen Vereins war, soll sein Werk hier nicht verschwiegen werden. Zum einen, weil mit seinen Bänden erstmalig eine sehr umfassende Stadtgeschichte geschrieben wurde, zum anderen, weil natürlich viele Mitglieder des Vereins Beiträge lieferten. Nach seinem Tod erschienen die letzten Bände durch das Ehepaar Stumpf, beide übrigens jahrelange Begleiter, aber ebenfalls nicht Mitglieder des Vereins.

Unter dem Vorsitzenden Hans Koch gab es ab 1985 die endgültige Trennung der Vortrags- gemeinschaft Historischer Verein und Pollichia, so konnte man bei jedem Verein 10 bis 12 Vorträge, statt nur 5 bis 6 im Jahr durchführen.

1988 erschien der erste „Jahresbericht“ in der heutigen Form und auch das erste Jahrbuch. Zu diesem hatte man sich nach erfolglosen Verhandlungen mit der Pirmasenser Zeitung über eine Neueinrichtung der „Pirmasenser Geschichtsblätter“ entschlossen. Die Herausgabe eines Jahrbuchs war ein finanzielles und organisatorisches Risiko. Der Erfolg hat uns aber Recht gegeben.

Über viele Jahre hinweg wurde das Stadtarchiv von unserem verstorbenen Mitglied Werner Geisinger „nebenberuflich“ – zuletzt war er Leiter des Hauptamtes der Stadt Pirmasens – mitbetreut. 

Mit der Einrichtung einer eigenen Stelle und Einstellung von Frau Heike Wittmer als  hauptamtliche Stadtarchivarin waren endlich die Voraussetzungen für die ordnungsgemäße Führung des Archivs gegeben. Von ihr werden auch die neu ausgebildeten Gästeführer betreut, die Fremden - manchmal auch Einheimischen - vieles über die Pirmasenser Stadtgeschichte weitergeben. Seit einigen Jahren gibt Heike Wittmer auch die Stadtchronik heraus, ein Werk das vor allem späteren Geschichtsforschergenerationen von großem Nutzen sein wird.

Für einige Zeit gab es den Historischen Stammtisch, bei dem man sich in lockerer Runde zu Geschichtsthemen aussprach. Leider ist diese Einrichtung „eingeschlafen“. Unsere heutige „Geschichtswerkstatt“ ist nur in begrenzter Hinsicht ein Ersatz dafür.

Tagungsorte waren das Bahnhofshotel, das Central Hotel, das Hotel Hans-Sachs-Hof und lange Zeit der Johannessaal in der Dankelsbachstraße. Mit der Restaurierung des Carolinensaals im Jahre 1993 erhielt der Verein einen „standesgemäßen“ Vortragsraum. Er sollte ursprünglich nur Pollichia, Photoscene und Historischem Verein übergeben werden, wir freuen uns, dass er so etwas wie eine gute Stube für viele kulturellen Veranstaltungen in Pirmasens geworden ist.

Das letzte Jahrzehnt unseres Vereins ist in den Jahresberichten und den Jahrbüchern gut dokumentiert, so dass ich mich hier kürzer fassen kann.

Leider verließ uns im Jahr 1990 der ideenreiche erste Vorsitzende Hans Koch, um in Polen als Austauschlehrer zunächst für ein Jahr tätig zu sein. Wir hofften immer wieder auf seine baldige Rückkehr. Solange hatte ich selbst die Führung des Vereins kommissarisch übernommen. Als er schließlich zurückkam, wechselte er sofort aus familiären Gründen in seinen Heimatort Geißenheim am Rhein über. Damit waren 6 Jahre Hoffen auf Rückkehr und dementsprechend schwierige Vertretung vergebens. Mir wurde 1996 der Vorsitz übertragen, Herr Wolfgang Rauch - nicht nur ein hervorragender Kenner und Forscher der Pirmasenser Stadtgeschichte -, unser heutiger Festredner, als 2. Vorsitzender gewählt. Von seinen Vorträgen wissen wir, dass er auch ein hervorragender Kenner in Sachen Wappen/Siegel und in Sachen Kirchturmglocken ist. Neu war in diesem Jahr die „formelle“ Berufung von Referenten in den erweiterten Vorstand.

Für Herrn Rauch, der aus gesundheitlichen Gründen leider 1998 sein Amt abgeben musste, wurde dann die heutige 2. Vorsitzende Frau Wittmer in den Vorstand gewählt.

Um bei den Vereinsdingen zu bleiben, muss schließlich die Eintragung des Vereins ins Vereinsregister als eigener e.V. erwähnt werden, die im letzten Dezember erfolgte. Damit gibt es nun auch formal den Historischen Verein Pirmasens - jedoch ohne sich vom Hauptverein Speyer zu lösen, immer noch als Bezirksgruppe des Historischen Vereins der Pfalz.

Dass die Mitgliederzahl sich in den letzten 15 Jahren verdoppelt hat, ist sicherlich kein schlechtes Zeichen. Wir freuen uns auch über viele fördernde Mitglieder in unseren Reihen. Die Verjüngung bedeutete aber auch gleichzeitig einen deutlichen Rückgang der „Aktiven“. Es ist eine Erfahrung, dass man sich oft erst im Ruhestand intensiv und forschend mit seinem Interessengebiet beschäftigen kann.

Mit der Zahl der Mitglieder, vor allem aber durch die Herausgabe der Jahrbücher, steigerten sich von Jahr zu Jahr nahezu konstant die Vereinsfinanzen. Nicht dass wir nicht wüssten, wohin mit dem Geld - im Gegenteil, die Herausgabe des Jahrbuchs stellt in jedem Jahr einen großen finanziellen Aufwand verbunden mit dem entsprechenden finanziellen Risiko dar. Wie gesagt, bis jetzt sind wir immer ohne Minus weggekommen, wollen wir hoffen, dass es so bleibt.

Dass wir unser letztes Jahrbuch zum ersten Mal als CD-ROM herausgeben konnten, zeigt, dass wir als Historischer Verein nicht unbedingt altertümlich arbeiten müssen.

Lassen Sie mich zum Schluss noch einmal auf die historische Arbeit zurückkommen. Einige Punkte darf ich hier herausgreifen, ohne jedoch die übrige Arbeit gering zu schätzen.

Es war für mich eine besondere Freude, als, Dank der intensiven Forschung von Herrn und Frau Antoni, endlich das Thema der Vitae Pirminii umfassend bearbeitet wurde mit der Möglichkeit, die Pirmasens betreffenden Passagen zuerst in Kopie hierher zu bekommen und dann auch noch im Rahmen einer Dreitages-Exkursion vielen Mitgliedern im Original einsehen zu können.

Das dritte Reich und die Auswirkungen auf unseren Raum, den Krieg und die Kriegsfolgen anzupacken, schien damals recht gewagt. Aber auch hier hat uns der Erfolg recht gegeben. Ich erinnere mich insoweit noch gern an den Vortrag von Herrn Hans Schaefer, der wegen Überfüllung des Carolinensaals gleich ein zweites Mal gehalten werden musste.

Damit im Zusammenhang zu sehen ist auch das Engagement unseres Vereins und einzelner Mitglieder beim Aufbau des Westwall Museums in Niedersimten. Es freut mich, dass wir hier nicht nur bisher - trotz des brisanten Themas - keine negativen Reaktionen in der Öffentlichkeit hatten, sondern eine deutliche Konsolidierung mit einem ständigen Besucherstrom festzustellen ist. Wie Sie wissen, arbeiten wir zur Zeit an der Einrichtung einer Denkmalzone für das Festungswerk Gerstfeldhöhe. Nicht nur damit handelt es sich hier um ein einzigartiges Projekt in Deutschland und Europa.

Meine Damen und Herren, mit der Errichtung des Landgrafendenkmals, gesponstert aus unseren Reihen durch Herrn Hugo Wagner, und der finanziellen Unterstützung der Restaurierung der ältesten Urkunden der Stadt durch unser Mitglied Claus Kling wird deutlich, dass man nicht nur theoretisch Geschichte erforschen und bewahren kann, sondern auch greifbare Geschichtsdarstellung betreiben kann.

Ich kann nun an Sie alle appellieren: Lassen Sie uns so weitermachen. Es macht trotz aller Mühe immer wieder Freude,  in einem solchen Verein 1. Vorsitzendender zu sein, ich bin stolz auf Sie und Ihre Arbeit.

Wolfgang Loeser
1. Vorsitzender