
Veranstaltungen
In der Regel veranstalten wir am vierten Montag im Monat einen Vortrag im Carolinensaal. Der Eintritt ist selbstverständlich kostenlos.
Hier können Sie die kommenden sowie ältere Veranstaltungen einsehen.
Vortrag: Das Bankhaus Schneider in Pirmasens – Eine Familie prägt die Stadtentwicklung im 19. Jahrhundert
23.11.2026, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Dr. Wolfgang Brendel (Pirmasens)
Vortrag: Das Bankhaus Schneider in Pirmasens – Eine Familie prägt die Stadtentwicklung im 19. Jahrhundert
Datum/Uhrzeit: 23.11.2026, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Dr. Wolfgang Brendel (Pirmasens)
Der Historische Verein Pirmasens e. V. lädt herzlich zu einem Vortrag von Dr. Wolfgang Brendel (Pirmasens) ein. Thema des Abends ist:
„Das Bankhaus Schneider in Pirmasens – Eine Familie prägt die Stadtentwicklung im 19. Jahrhundert“
Der Vortrag findet am Montag, 23. November 2026, um 19.30 Uhr im Carolinensaal Pirmasens statt. Die Veranstaltung ist Teil des Jahresprogramms des Historischen Vereins Pirmasens e. V.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Familie Schneider aus der Sandstraße 38, die mit ihrem Engagement und Unternehmergeist einen bedeutenden Beitrag zur politischen und wirtschaftlichen Entwicklung von Pirmasens im 19. Jahrhundert leistete. Dr. Wolfgang Brendel zeichnet die Lebenswege von Georg Schneider und seinem Cousin Philipp Peter August Schneider nach, die als Wegbereiter der freiheitlichen Presse, der Revolution 1848/49 und als Gründer des Bankhauses Schneider & Cie. die Stadtgeschichte maßgeblich mitgestalteten.
Georg Schneider, zunächst Journalist und politischer Aktivist, musste nach der gescheiterten Revolution ins Exil gehen und machte in den USA Karriere in der deutschsprachigen Presse und Politik. Nach seiner Rückkehr nach Pirmasens gründete er gemeinsam mit seinem Cousin August Schneider das Bankhaus Schneider & Cie., das sich auf internationale Geschäfte für die aufstrebende Schuhindustrie spezialisierte und fast 50 Jahre lang bestand.
Der Vortrag beleuchtet die Rolle des Bankhauses bei der wirtschaftlichen Entwicklung der Stadt, die internationalen Handelsbeziehungen und die Auswirkungen der politischen Umbrüche auf das Unternehmertum in Pirmasens. Dr. Brendel verbindet fundierte historische Recherche mit anschaulichen Beispielen und lädt dazu ein, ein spannendes Kapitel der Stadtgeschichte neu zu entdecken.
Der Eintritt ist frei.
Vortrag: Politische Gewalt, Waffenfunde und Justiz: Die Pirmasenser Bombenaffären in der späten Weimarer Republik
26.10.2026, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Nils Rath (Universität Trier)
Vortrag: Politische Gewalt, Waffenfunde und Justiz: Die Pirmasenser Bombenaffären in der späten Weimarer Republik
Datum/Uhrzeit: 26.10.2026, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Nils Rath (Universität Trier)
Der Historische Verein Pirmasens e. V. lädt herzlich zu einem Vortrag von Nils Rath (Universität Trier) ein. Thema des Abends ist:
„Politische Gewalt, Waffenfunde und Justiz: Die Pirmasenser Bombenaffären in der späten Weimarer Republik“
Der Vortrag findet am Montag, 26. Oktober 2026, um 19.30 Uhr im Carolinensaal Pirmasens statt. Die Veranstaltung ist Teil des Jahresprogramms des Historischen Vereins Pirmasens e. V.
Nils Rath, Masterstudent der Geschichte an der Universität Trier und wissenschaftliche Hilfskraft an der Forschungs- und Dokumentationsstelle SEAL, widmet sich in seinem Vortrag den sogenannten „Pirmasenser Bombenaffären“ der frühen 1930er Jahre. Die spektakulären Sprengstofffunde bei Pirmasenser Kommunisten und kurz darauf bei führenden pfälzischen Nationalsozialisten sorgten damals für landesweite Schlagzeilen und geben einen spannenden Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Spannungen der späten Weimarer Republik.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Dynamiken lokaler Gewaltgemeinschaften und deren politische Radikalisierung vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und sozialen Krisen der 1920er Jahre in Pirmasens. Anhand der beiden „Pirmasenser Bombenprozesse“ beleuchtet der Referent zudem, wie die Justiz mit politischer Gewalt und extremistischen Milieus in der Endphase der Weimarer Republik umging.
Nils Rath stieß im Rahmen seiner wissenschaftlichen Tätigkeit zufällig auf bislang wenig beachtete Quellen zu den Bombenaffären, die den Ausgangspunkt für seine weiteren Forschungen bildeten. Sein Vortrag verbindet fundierte historische Analyse mit anschaulicher Darstellung und lädt dazu ein, ein zentrales, aber oft übersehenes Kapitel der lokalen und nationalen Geschichte neu zu entdecken.
Der Eintritt ist frei.
Lesung: Historischer Kriminalroman aus der Pfalz – „Moser und der Giftmord“
19.10.2026, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Dr. Martin Wenz, Pirmasens
Lesung: Historischer Kriminalroman aus der Pfalz – „Moser und der Giftmord“
Datum/Uhrzeit: 19.10.2026, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Dr. Martin Wenz, Pirmasens
Der Historische Verein Pirmasens e. V. lädt herzlich zu einer Lesung mit dem Autor Dr. Martin Wenz ein, der unter dem Pseudonym Martin Bähr historische Kriminalromane veröffentlicht. Vorgestellt wird sein neuster historischer Kriminalroman „Moser und der Giftmord“. Unter dem Pseudonym Martin Bähr hat Dr. Martin Wenz bereits mehrere historische Kriminalromane veröffentlicht, in denen der Hauptkommissar Ludwig Moser immer wieder als Ermittler auftritt. Dr. Martin Wenz verfügt über eine umfassende und fundierte Kenntnis der pfälzischen Geschichte, die seine Romane inhaltlich und atmosphärisch prägt.
Die Lesung findet am Montag, 19. Oktober, um 19.30 Uhr im Carolinensaal Pirmasens statt.
Der Roman führt die Zuhörerinnen und Zuhörer in die Pfalz des späten 19. Jahrhunderts. Bei der Neujahrsfeier des Jahres 1891 wird der Bürgermeister von Dellfeld Opfer eines Giftanschlags. Schnell geraten mehrere der anwesenden Gäste, aber auch weitere Personen ins Visier der Ermittlungen. Die zuständige Polizei in Zweibrücken glaubt zunächst, den Täter identifiziert zu haben, kommt jedoch nicht entscheidend voran.
Daraufhin wird der kurz vor der Pensionierung stehende Kriminalrat Ludwig Moser von der Obersten Polizeibehörde des Königreichs Bayern aus München erneut in die Pfalz entsandt. Unterstützt wird er von Inspektor Lindemann aus Zweibrücken. Auch der erfahrene Inspektor Sehnert aus Pirmasens, der Moser bereits bei früheren Ermittlungen am Münchweiler Tunnel zur Seite stand, spielt eine Rolle im weiteren Verlauf der Nachforschungen.
Mosers Ermittlungen gestalten sich schwieriger als erwartet. Während er Land und Leute kennenlernt, stößt er auf gesellschaftliche Missstände und falsche Verdächtigungen. Der zunächst erhärtete Tatverdacht zerschlägt sich, und auch Moser kommt nur mühsam voran. Die Lösung des Falls erweist sich als weitaus komplexer, als es zunächst den Anschein hat. Mosers ausgeprägte Neugier bringt ihn dabei selbst in große Gefahr.
Letztlich sind es seine eigenwilligen Marotten, sein scharfer Beobachtungssinn und sein kriminalistischer Spürsinn, die dazu führen, dass die Wahrheit ans Licht kommt. Martin Bähr verbindet historische Genauigkeit mit spannender Unterhaltung und zeichnet zugleich ein lebendiges Bild der Pfalz am Ende des 19. Jahrhunderts.
Der Eintritt ist frei.
Vortrag: Saufen für den Führer – Pirmasens und seine Weinpatenschaften im Dritten Reich
28.09.2026, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Dr. Christof Krieger (Traben-Trarbach)
Vortrag: Saufen für den Führer – Pirmasens und seine Weinpatenschaften im Dritten Reich
Datum/Uhrzeit: 28.09.2026, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Dr. Christof Krieger (Traben-Trarbach)
Der Historische Verein Pirmasens e. V. lädt herzlich zu einem Vortrag von Dr. Christof Krieger (Traben-Trarbach) ein. Thema des Abends ist:
„Saufen für den Führer – Pirmasens und seine Weinpatenschaften im Dritten Reich“
Der Vortrag findet am Montag, 28. September 2026, um 19.30 Uhr im Carolinensaal Pirmasens statt. Die Veranstaltung ist Teil des Jahresprogramms des Historischen Vereins Pirmasens e. V.
Dr. Christof Krieger, Museumsleiter des Mittelmosel-Museums beleuchtet in seinem Vortrag eine bislang wenig bekannte Facette der NS-Geschichte: die nationalsozialistische Weinpropaganda und die sogenannten „Weinpatenschaften“.
Nie zuvor – und auch nie danach(!) – hat es in Deutschland eine gewaltigere Absatzaktion für die heimischen Winzer gegeben: Unter der eingängigen Parole „Wein ist Volksgetränk!“ entfaltete das NS-Regime in den Friedensjahren des Dritten Reiches eine groß angelegte Weinpropaganda, die das Trinken deutschen Rebensaftes als geradezu nationale Tat beschwor. Und mehr noch: Ab 1935 übernahmen annähernd 1.000 Städte vom Rheinland bis nach Hinterpommern besondere „Weinpatenschaften“ für einzelne Winzerorte, wobei im Rahmen eines im ganzen Reich stattfindenden „Festes der deutschen Traube und des Weines“ vom Parteiapparat der NSDAP allerorten volkstümliche Weinfeste und Umzüge organisiert worden waren. Der Volksmund machte daraus rasch die Parole: „Saufen für den Führer!“ Tatsächlich wurde den deutschen Winzern damit seitens des Hitlerstaates eine propagandistische Aufmerksamkeit gewidmet, wie sie keiner anderen vergleichbaren Berufsgruppe in den Jahren der Hitlerdiktatur je zuteil geworden ist…
Auch in Primasens beteiligte man sich tatkräftig an dem staatlich verordneten einwöchigen Trinkgelage, wobei der Schuhstadt die Nahegemeinden Oberndorf und Alsenz als „Patenkinder“ zugeteilt worden waren.
„Saufen für den Führer!“, so lautet folgerichtig das Thema eines Vortrages, in dem Dr. Christof Krieger diese ungewöhnliche nationalsozialistische Propagandaaktion vorstellen möchte. Der promovierte Historiker, der sich in seiner Doktorarbeit an der Universität Trier erstmals wissenschaftlich mit der nationalsozialistischen Weinpropaganda beschäftigte, gibt anhand bislang zumeist unveröffentlichter Quellen überraschende Einblicke in eine weithin unbekannte Seite der lokalen NS-Geschichte von Pirmasens.
Der Referent verbindet fundierte wissenschaftliche Recherche mit anschaulicher Darstellung und macht deutlich, wie die NS-Propaganda Alltagsleben und regionale Identität beeinflusste. Sein Vortrag richtet sich an alle historisch Interessierten und bietet Gelegenheit zur Diskussion über ein bislang wenig beachtetes Kapitel der Stadtgeschichte.
Der Eintritt ist frei.
Vortrag: Burgkapellen auf Burgen der Pfalz und der angrenzenden Gebiete
24.08.2026, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Ulrich Burkhart M.A. (Kaiserslautern)
Vortrag: Burgkapellen auf Burgen der Pfalz und der angrenzenden Gebiete
Datum/Uhrzeit: 24.08.2026, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Ulrich Burkhart M.A. (Kaiserslautern)
Der Historische Verein Pirmasens e. V. lädt herzlich zu einem Vortrag von Ulrich Burkhart M.A. (Kaiserslautern) ein. Thema des Abends ist: „Burgkapellen auf Burgen der Pfalz und der angrenzenden Gebiete“.
Der Vortrag findet am Montag, 24. August 2026, um 19.30 Uhr im Carolinensaal Pirmasens statt. Die Veranstaltung ist Teil der Vortragsreihe des Historischen Vereins Pirmasens e. V. Der Eintritt ist frei.
Ulrich Burkhart widmet sich in seinem Vortrag einem weniger bekannten, aber faszinierenden Aspekt der pfälzischen Burgenlandschaft: den Burgkapellen. Während die Pfalz als eine der bedeutendsten Burgenlandschaften Europas gilt, ist die Existenz und Bedeutung der Kapellen in diesen Wehrbauten oft wenig beachtet. Die Kapellen konnten als eigenständige Sakralgebäude oder als in profanen Gebäuden eingerichtete Gebetsräume gestaltet sein und erfüllten eine doppelte Funktion: Sie waren sowohl Statussymbol der Burgherren als auch Ausdruck ihrer Frömmigkeit.
Anhand eindrucksvoller Beispiele wie Winzingen, Kaiserslautern, Madenburg und Lindelbrunn zeigt der Referent, wie aufwendig die Bauherren ihre Kapellen ausstatteten und wie modern diese Bauten ihrer Zeit waren. Die frei stehende, private Kapelle auf der Burg imitierte im Kleinen die größere Pfarrkirche. Dass einige dieser Sakralbauten in der Pfalz als Ruinen erhalten geblieben sind, ist angesichts der bewegten Geschichte der Region ein seltenes Glück. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere Burgkapellen in historischen Schriftquellen belegt.
Der Vortrag lädt zu einer spannenden Reise in die „Welt der Burgkapellen“ ein und vermittelt anschaulich die architektonische und kulturgeschichtliche Bedeutung dieser besonderen Bauwerke.
Vortrag: Die Pfalz im Deutschen Kaiserreich. Wandel – Beharrung – Milieus – Netzwerke
22.06.2026, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Dr. Christian Decker (Kaiserslautern)
Vortrag: Die Pfalz im Deutschen Kaiserreich. Wandel – Beharrung – Milieus – Netzwerke
Datum/Uhrzeit: 22.06.2026, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Dr. Christian Decker (Kaiserslautern)
Der Historische Verein Pirmasens e. V. lädt herzlich zu einem Vortrag von Dr. Christian Decker (Kaiserslautern) ein. Im Mittelpunkt des Abends steht die Vorstellung des neuen historischen Handbuchs „Die Pfalz im Deutschen Kaiserreich. Wandel – Beharrung – Milieus – Netzwerke“.
Die Veranstaltung findet am Montag, 22. Juni 2026, um 19:30 Uhr im Carolinensaal Pirmasens statt. Sie ist Teil der monatlichen Vortragsreihe des Historischen Vereins. Der Eintritt ist frei.
Dr. Christian Decker präsentiert die aktuelle Publikation, die im Verlag des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde erschienen ist. Der von Christian Decker, Sabine Klapp, Wilhelm Kreutz, Dieter Schiffmann und Hannes Ziegler herausgegebene Sammelband vereint die Beiträge von 25 Autorinnen und Autoren. Als Fallstudie der bayerisch-pfälzischen Kaiserzeit von 1871 bis 1918 beleuchtet das Werk eine spannende und widersprüchliche Epoche, die in der Regionalforschung bislang wenig Beachtung fand.
Im Zentrum des Vortrags stehen die innovativen Prozesse der Industrialisierung und Urbanisierung sowie die Entwicklung soziokultureller Milieus in der Pfalz. Dr. Decker wird die wichtigsten Forschungsergebnisse anschaulich und verständlich vorstellen und dabei aufzeigen, wie sich die Region im Spannungsfeld zwischen Wandel und Beharrung entwickelte.
Das Buch ist beim Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern (E-Mail: info@institut.bv-pfalz.de, Tel.: 0631/3647-303), im Onlineshop des Bezirksverbands Pfalz unter www.bv-pfalz.de/shop sowie im Buchhandel erhältlich. Preis: 49,90 Euro, 735 Seiten mit zahlreichen farbigen Abbildungen, ISBN: 978-3-948913-08-3.
Vortrag: Jüdisches Erbe und Leben in Rheinland-Pfalz – Entstehung einer Ausstellung im Landesmuseum Mainz
18.05.2026, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Dr. Birgit Heide (Landesmuseum Mainz)
Vortrag: Jüdisches Erbe und Leben in Rheinland-Pfalz – Entstehung einer Ausstellung im Landesmuseum Mainz
Datum/Uhrzeit: 18.05.2026, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Dr. Birgit Heide (Landesmuseum Mainz)
Der Historische Verein Pirmasens e. V. lädt herzlich zu einem besonderen Vortrag von Dr. Birgit Heide (Landesmuseum Mainz) ein. Thema des Abends ist:
„Jüdisches Erbe und Leben in Rheinland-Pfalz – Entstehung einer Ausstellung im Landesmuseum Mainz“
Der Vortrag findet am Montag, 18. Mai 2026, um 19.30 Uhr im Carolinensaal Pirmasens statt. Die Veranstaltung ist Teil des aktuellen Veranstaltungskalenders des Historischen Vereins Pirmasens e. V.
Dr. Birgit Heide, Direktorin des Landesmuseums Mainz, gibt in ihrem Vortrag einen spannenden Einblick in die Entstehung der Ausstellung „Shalom am Rhein“, die ab Januar 2026 im Landesmuseum Mainz zu sehen ist. Die Ausstellung widmet sich über 1000 Jahren jüdischen Lebens in Rheinland-Pfalz – von den SchUM-Gemeinden in Speyer, Worms und Mainz, die im Mittelalter das europäische Judentum prägten und heute UNESCO-Welterbe sind, bis in die Gegenwart.
Im Mittelpunkt des Vortrags steht die Frage, wie eine solche Ausstellung entsteht: Von der ersten Idee über die wissenschaftliche Recherche, die Auswahl und Sicherung von Exponaten, die Entwicklung eines Ausstellungskonzepts bis hin zur Gestaltung der Präsentation. Dr. Heide erläutert, wie es gelingt, historische Objekte, eindrucksvolle Biografien und Spuren von Zerstörung und Neubeginn so zu präsentieren, dass sie Besucherinnen und Besucher berühren und zum Nachdenken anregen.
Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Herausforderungen, die mit der Darstellung jüdischer Geschichte verbunden sind: Wie gelingt es, sowohl die reichen Traditionen als auch die dunklen Kapitel der Verfolgung und Ausgrenzung sensibel und respektvoll zu vermitteln? Wie können die Stimmen der Betroffenen und die Vielfalt jüdischen Lebens sichtbar gemacht werden? Dr. Heide berichtet aus erster Hand von der engen Zusammenarbeit mit jüdischen Gemeinden, Historikerinnen und Historikern sowie Zeitzeuginnen und Zeitzeugen.
Die Ausstellung „Shalom am Rhein“ beleuchtet nicht nur die großen Zentren am Rhein, sondern auch das Landjudentum, das über Jahrhunderte das Gesicht der Region prägte. In kleinen Gemeinden, zwischen Kirchturm und Dorfplatz, entstanden Synagogen und Friedhöfe, die noch heute von diesem Alltag erzählen. Die Rolle der Frauen, die schon früh in Familie, Religion und Handel Verantwortung übernahmen, wird dabei ebenso thematisiert wie die Balance zwischen Integration und Eigenständigkeit.
Wie bei den Veranstaltungen des Historischen Vereins üblich, verbindet auch dieser Vortrag fundiertes Wissen mit anschaulichen Beispielen und lebendigen Geschichten. Dr. Heide zeigt, wie eine Ausstellung entsteht, die Vergangenheit und Gegenwart miteinander verknüpft und neue Perspektiven auf das Miteinander der jüdischen und nicht-jüdischen Gesellschaft eröffnet.
Der Eintritt ist frei.
Vortrag: Pfälzer Wandermusikanten – Einblicke in die Geschichte und die aktuellen Forschungsmöglichkeiten am IPGV
27.04.2026, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Barbara Schmidt M.A. vom IPGV (Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern)
Vortrag: Pfälzer Wandermusikanten – Einblicke in die Geschichte und die aktuellen Forschungsmöglichkeiten am IPGV
Datum/Uhrzeit: 27.04.2026, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Barbara Schmidt M.A. vom IPGV (Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern)
Der Historische Verein Pirmasens e. V. lädt herzlich zu einem Vortrag von Barbara Schmidt M.A. vom IPGV (Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Kaiserslautern) ein. Thema des Abends ist: „Pfälzer Wandermusikanten – Einblicke in die Geschichte und die aktuellen Forschungsmöglichkeiten am IPGV“
Der Vortrag findet am Montag, 27. April 2026, 19.30 Uhr im Carolinensaal in Pirmasens statt.
Barbara Schmidt widmet sich in ihrem Vortrag der faszinierenden Geschichte der Pfälzer Wandermusikanten, die sich im 19. Jahrhundert aus wirtschaftlicher Not heraus in der Westpfalz entwickelte. Musiker aus zahlreichen Dörfern rund um Kusel schlossen sich zu reisenden Kapellen zusammen und traten weltweit auf – von England über die USA bis nach Brasilien, Russland oder China. Bereits als Kinder wurden die sogenannten „Osterbuben“ in die Kapellen integriert und erlernten das Musizieren, um später mit auf Tournee zu gehen. Die Kapellen, geführt von erfahrenen Kapellmeistern, zeichneten sich durch hohe musikalische Qualität aus und erlangten als „German Bands“ internationale Bekanntheit. Mit ihren Einkünften unterstützten die Musiker ihre Familien in der Heimat maßgeblich.
Bis heute leben viele Nachkommen der Wandermusikantenfamilien in der Westpfalz, insbesondere in Orten wie Jettenbach oder Mackenbach. Seit einigen Jahren wird das Thema am Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde (IPGV) wissenschaftlich bearbeitet. Barbara Schmidt, zuständig für den Bereich Migrationsgenealogie, gibt in ihrem Vortrag einen Einblick in die Geschichte der Wandermusikanten und stellt die im IPGV vorhandenen Bestände sowie aktuelle Forschungsmöglichkeiten vor.
Wie bei den Veranstaltungen des Historischen Vereins üblich, wird auch dieser Vortrag fundierte Wissensvermittlung mit anschaulichen Beispielen verbinden und richtet sich an alle historisch und kulturell Interessierten.
Der Eintritt ist frei.
Exkursion: Sonderausstellung „Fußballfieber. Derbys im Südwesten“ am 18. April 2026 in Speyer
18.04.2026, 8:00 Uhr
Speyer
Organisation Norman Salzmann
Exkursion: Sonderausstellung „Fußballfieber. Derbys im Südwesten“ am 18. April 2026 in Speyer
Datum/Uhrzeit: 18.04.2026, 8:00 Uhr
Ort: Speyer
Person: Organisation Norman Salzmann
Exkursion zur Sonderausstellung „Fußballfieber. Derbys im Südwesten“ am 18. April 2026 in Speyer
Der Historische Verein Pirmasens lädt alle Fußballbegeisterten und Kulturinteressierten am Samstag, 18. April 2026, zu einer besonderen Exkursion nach Speyer ein. Im Mittelpunkt steht der Besuch der Sonderausstellung „Fußballfieber. Derbys im Südwesten“, die vom 6. Dezember 2025 bis 3. Mai 2026 im Historischen Museum der Pfalz zu sehen ist.
Die Exkursion wird durch den Vortrag von Norman Salzmann, Mitarbeiter im Stadtarchiv Pirmasens, am 23. März 2026 inhaltlich vorbereitet. Unter dem Titel „FK Pirmasens – Lokalderbys, Rivalitäten und besondere Fußballmomente“ widmet er sich dem Fußball als regionalem Alltags-, Identitäts- und Erinnerungsphänomen. Herr Salzmann wird die Exkursion zudem fachkundig leiten und den Teilnehmenden vor Ort vertiefende Einblicke in die Ausstellung und die Geschichte der Fußball-Derbys im Südwesten geben.
Im Historischen Museum der Pfalz erwartet uns eine Führung durch die Sonderausstellung „Fußballfieber. Derbys im Südwesten“, die auf rund 400 Quadratmetern die lebendige Fußballkultur im Südwesten Deutschlands erlebbar macht. Die Schau führt Besucherinnen und Besucher wie ein echtes Spiel durch den Fanmarsch über das Aufwärmen in der Kabine bis zur dramatischen Nachspielzeit und zeigt, wie tief Derbys als emotionales und soziales Phänomen in der Region verwurzelt sind. Präsentiert werden mehr als 120 Exponate und zahlreiche Interaktionsstationen: Neben signierten Trikots legendärer Derbyhelden, glänzenden Pokalen und Original-Fußballschuhen von Fritz Walter gibt es Medienstationen, an denen man z. B. selbst ein Spiel kommentieren oder sich als Fußballstar auf einer personalisierten Sammelkarte erleben kann. Die Ausstellung spannt den Bogen von großen Vereinen wie dem 1. FC Kaiserslautern, dem SV Waldhof Mannheim 07 oder dem Karlsruher SC über den Frauen- und Amateurfußball bis hin zu kleineren Traditionsklubs wie Wormatia Worms und dem FK 03 Pirmasens.
Die Exkursion beginnt am Vormittag mit dem gemeinsamen Besuch der Ausstellung. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem gemeinsamen Mittagessen. Der Nachmittag steht zur freien Verfügung und lädt dazu ein, die Stadt Speyer auf eigene Faust zu erkunden. Für Unentschlossene wird während der Busfahrt ein spontanes Nachmittagsprogramm vorgestellt, dem man sich bei Interesse gerne anschließen kann.
Alles im Überblick:
Treffpunkt: 18.04.26, 8:45 Uhr am Messegelände Pirmasens
Programm: 10:30 Uhr (1. Gruppe) und 10:45 Uhr (2. Gruppe) Besuch der Sonderausstellung: „Fussballfieber. Derbys im Südwesten“
Mittagspause: 12:00-14:00 Uhr, Restaurant am Domhof
Rückfahrt: 17:00 Uhr, Ankunft Pirmasens, 18:30 Uhr
Kosten:
30,00 € pro Person
Kinder bis 6 Jahren frei,
7 bis 14 Jahren: 10,00 €
Restaurant im Domhof: Selbstzahler
Anmeldung bis zum 10.04.2026: Norman Salzmann, Tel: 0176/84958253 oder per Mail norman_salzmann@yahoo.de;
Bitte bei Anmeldung mitteilen, ob Mitgliedschaft im Historischen Verein der Pfalz e. V. besteht.
Vortrag: FK Pirmasens – Lokalderbys, Rivalitäten und besondere Fußballmomente
23.03.2026, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Norman Salzmann (Stadtarchiv Pirmasens)
Vortrag: FK Pirmasens – Lokalderbys, Rivalitäten und besondere Fußballmomente
Datum/Uhrzeit: 23.03.2026, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Norman Salzmann (Stadtarchiv Pirmasens)
Der Historische Verein Pirmasens lädt am Montag, 23. März 2026, 19.30 Uhr, in den Carolinensaal in Pirmasens, zu einem Vortrag von Norman Salzmann (Stadtarchiv Pirmasens) ein, der sich dem Thema „FK Pirmasens – Lokalderbys, Rivalitäten und besondere Fußballmomente“ widmet. Die Veranstaltung nimmt eine kulturhistorische Perspektive ein und versteht Fußball nicht als bloße Abfolge sportlicher Ergebnisse, sondern als regionales Alltags-, Identitäts- und Erinnerungsphänomen.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Lokalderbys des FK Pirmasens im südwestdeutschen Raum. Salzmann zeigt auf, welche Bedeutung diese Spiele für Stadtidentität, Emotionen und regionale Selbstverortung besitzen. Als zentrales Beispiel wird das Pfälzer Derby gegen den 1. FC Kaiserslautern behandelt, das über Jahrzehnte hinweg nicht nur sportliche Rivalität, sondern auch gesellschaftliche Spannungen, Loyalitäten und kollektive Erzählungen hervorgebracht hat. Darüber hinaus werden weitere regionale Rivalitäten vorgestellt und in ihrer jeweiligen Besonderheit eingeordnet.
Ein weiterer thematischer Schwerpunkt liegt auf den Spielern als „Grenzgängern“ zwischen rivalisierenden Vereinen. Anhand ausgewählter Beispiele wird verdeutlicht, wie Spielerwechsel zwischen vermeintlich „verfeindeten“ Klubs von Fans, Öffentlichkeit und Presse wahrgenommen wurden und welche emotionalen Reaktionen diese auslösten. Ergänzt wird der Vortrag durch Erinnerungen an außergewöhnliche Spiele des FK Pirmasens gegen nationale und internationale Spitzenvereine wie den FC Bayern München oder Real Madrid. Besonders hervorgehoben wird das legendäre DFB-Pokalspiel von 2006, das der FKP im Elfmeterschießen gegen Werder Bremen für sich entscheiden konnte.
Der Vortrag dient zugleich als inhaltliche Einstimmung auf eine vom Historischen Verein geplante Exkursion zur Sonderausstellung „Fußballfieber. Derbys im Südwesten“ in Speyer, die am 18. April stattfinden wird. Ergänzend zum Vortrag ist außerdem eine Führung im Stadion des FK Pirmasens sowie der gemeinsame Besuch eines Spiels vorgesehen. Damit wird das Thema Fußball nicht nur historisch reflektiert, sondern auch unmittelbar vor Ort und im aktuellen Spielbetrieb erfahrbar gemacht. Die Ausstellung selbst ist vom 6. Dezember 2025 bis 3. Mai 2026 zu sehen und widmet sich der Geschichte, Emotionalität und kulturellen Bedeutung von Derbys im Südwesten.
Der Eintritt zum Vortrag ist frei.
Vortrag: 15 Theorien zur Sprache des Elsass – vom Mittelalter bis zur Gegenwart
23.02.2026, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Charles Schlosser (Lembach, F)
Vortrag: 15 Theorien zur Sprache des Elsass – vom Mittelalter bis zur Gegenwart
Datum/Uhrzeit: 23.02.2026, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Charles Schlosser (Lembach, F)
Der Vortrag findet am Montag, 23. Februar 2026, um 19.30 Uhr im Carolinensaal Pirmasens statt. Die Veranstaltung ist die erste im Veranstaltungskalender des Historischen Vereins Pirmasens e. V. in diesem Jahr.
Charles Schlosser widmet sich in seinem Vortrag der wechselvollen Geschichte der elsässischen Sprache und ihrer Bezeichnungen. Während man vor rund hundert Jahren im Elsass nahezu ausschließlich von der Mundart sprach, setzte sich vor dem Zweiten Weltkrieg der Begriff Elsässerditsch durch. In der Nachkriegszeit wiederum wurde zunehmend von Dialekt gesprochen. Schlosser macht deutlich, dass es im Elsass nicht einen einheitlichen Dialekt gibt, sondern eine Vielzahl regionaler und historisch gewachsener Sprachformen.
Im Mittelpunkt des Vortrags stehen 15 Theorien zur Entwicklung und Einordnung der elsässischen Sprache, die Schlosser anhand ausgewählter literarischer Texte erläutert. Die Textbeispiele reichen vom Evangelienbuch des Mönchs Otfried aus dem 9. Jahrhundert über Zeugnisse des Mittelalters bis hin zu Autorinnen und Autoren der Gegenwart. Dabei kommen ernste historische Fragestellungen ebenso zur Sprache wie humorvolle und lebensnahe Aspekte der elsässischen Literatur.
Wie bei seinen früheren Vorträgen wird Charles Schlosser das Thema anschaulich, lebendig und mit einem gewissen Augenzwinkern präsentieren. Für diese Verbindung aus fundierter Wissensvermittlung und feinem Humor ist der Referent weit über die Region hinaus bekannt und geschätzt.
Der Referent greift auf jahrzehntelange Forschungs- und Vermittlungsarbeit zurück. Als ausgewiesener Kenner der elsässischen Geschichte, Sprache und Literatur verbindet Charles Schlosser sprachwissenschaftliche, literarische und kulturhistorische Perspektiven. Sein Anliegen ist es, die elsässische Sprache als wesentlichen Bestandteil regionaler Identität sichtbar zu machen und ihre Entwicklung im Spannungsfeld zwischen Tradition und Gegenwart verständlich darzustellen.
Der Eintritt ist frei.
100 Jahre Historischer Verein Pirmasens e.V. – Festvortrag von Heike Wittmer zum Jubiläum
24.11.2025, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Heike Wittmer, Pirmasens
100 Jahre Historischer Verein Pirmasens e.V. – Festvortrag von Heike Wittmer zum Jubiläum
Datum/Uhrzeit: 24.11.2025, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Heike Wittmer, Pirmasens
Der Historische Verein Pirmasens e.V. feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen – ein stolzes Jubiläum für eine Institution, die sich seit einem Jahrhundert mit großer Leidenschaft der Erforschung und Vermittlung der Geschichte von Pirmasens und seiner Umgebung widmet. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist ein Festvortrag, den die erste Vorsitzende des Vereins, Heike Wittmer, am Montag, den 24. November 2025, um 19.30 Uhr im Carolinensaal in Pirmasens halten wird. Der Vortrag widmet sich der wechselvollen Geschichte des Vereins, der am 7. April 1925 aus dem „Verein für Heimatkunde“ hervorging und seither in vielfältiger Weise das kulturelle Gedächtnis der Stadt geprägt hat. Die Vorsitzende wird unter anderem auf die Anfänge des Vereins im Pfälzer Hof und im Café Luitpold eingehen, auf die Gründungsmitglieder um Oberbürgermeister Geheimrat Strobel und die ersten öffentlichen Vorträge zur politischen Gliederung der Region. Darüber hinaus beleuchtet sie die lange Tradition der „Pirmasenser Geschichtsblätter“, das Engagement für das Heimatmuseum sowie die Höhen und Tiefen des Vereins in Zeiten des politischen Umbruchs. Mit zahlreichen Anekdoten, historischen Dokumenten und einem Blick auf die aktuelle Arbeit des Vereins gibt Wittmer einen lebendigen Überblick über ein Jahrhundert lokalgeschichtlicher Forschung. Nicht zuletzt wird auch das ehrenamtliche Engagement vieler Generationen von Vereinsmitgliedern gewürdigt, die das kulturelle Erbe der Stadt mit großem Einsatz bewahrt haben. Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Alle geschichtsinteressierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen, an diesem besonderen Abend teilzunehmen und gemeinsam 100 Jahre Vereinsgeschichte zu feiern.
„Die Raubzüge der Saarpfälzischen Vermögensverwertungsgesellschaft GmbH“
27.10.2025, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Dr. Joachim Schäfer, Neustadt
„Die Raubzüge der Saarpfälzischen Vermögensverwertungsgesellschaft GmbH“
Datum/Uhrzeit: 27.10.2025, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Dr. Joachim Schäfer, Neustadt
Der Historische Verein Pirmasens lädt am Montag, 27. Oktober 2025, um 19:30 Uhr in den Carolinensaal Pirmasens zu einer besonderen Veranstaltung ein: Dr. Joachim Schäfer stellt sein neues Buch „Die Raubzüge der Saarpfälzischen Vermögensverwertungsgesellschaft GmbH“ vor – eine tiefgreifende Untersuchung über ein bislang kaum beleuchtetes Kapitel der nationalsozialistischen Vermögensverwertung.
Im Rahmen der Buchvorstellung wird Dr. Schäfer zentrale Ergebnisse seiner umfangreichen Recherchen präsentieren und in einem begleitenden Vortrag die Hintergründe und Mechanismen der Enteignungen jüdischer Bürgerinnen und Bürger in der Region beleuchten. Das Werk ist erschienen in den Reihen der ‚Stiftung zur Förderung der pfälzischen Geschichtsforschung, Reihe A, Band 19, Neustadt 2025.
Die Saarpfälzische Vermögensverwertungsgesellschaft GmbH, mit Sitz in Neustadt an der Weinstraße, wurde am 11. November 1938 auf Initiative des Gaus Saarpfalz der NSDAP gegründet – nur zwei Tage nach der Reichspogromnacht. Ihr Zweck war der systematische Erwerb jüdischen Grundbesitzes, insbesondere auch in der Stadt und im Landkreis Pirmasens. Unter massivem Druck, durch Einschüchterung und im Schatten der Gewalt des 9. November 1938 wurden jüdische Eigentümer gezwungen, ihre Grundstücke weit unter Wert zu verkaufen.
Dr. Schäfers Werk legt erstmals umfassend offen, wie diese Vorgänge organisiert und rechtlich abgesichert wurden, welche Personen und Institutionen beteiligt waren und wie sich die Geschäfte konkret vollzogen. Die Studie zeichnet nicht nur die wirtschaftlichen Transaktionen nach, sondern rückt auch die Schicksale der betroffenen Menschen in den Mittelpunkt. Darüber hinaus wird die nach Kriegsende durch die französische Militärregierung angeordnete Rückgabe (Restitution) der enteigneten Grundstücke kritisch beleuchtet.
Mit seiner akribischen Quellenarbeit liefert Dr. Schäfer einen bedeutenden Beitrag zur regionalgeschichtlichen und juristischen Aufarbeitung der NS-Zeit. Die Buchvorstellung bietet Gelegenheit, direkt mit dem Autor ins Gespräch zu kommen und auf Wunsch ein Exemplar des Buches zu erwerben.
Der Historische Verein Pirmasens freut sich, mit dieser Veranstaltung einen wichtigen Impuls zur Erinnerungskultur und wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der NS-Zeit in der Südwestpfalz zu geben.
Der Eintritt ist frei.
Besuch der Landesausstellung „Marc Aurel “ im Rheinischen Landesmuseum und Stadtmuseum Simeonstift
12.10.2025, 7:45 Uhr
Trier
Norman Salzmann, Pirmasens
Besuch der Landesausstellung „Marc Aurel “ im Rheinischen Landesmuseum und Stadtmuseum Simeonstift
Datum/Uhrzeit: 12.10.2025, 7:45 Uhr
Ort: Trier
Person: Norman Salzmann, Pirmasens
Am Sonntag, den 12. Oktober 2025, bietet der Historische Verein Pirmasens eine spannende Exkursion nach Trier an. Im Mittelpunkt der Reise steht die Landesausstellung „Marc Aurel“, die in zwei Museen die facettenreiche Persönlichkeit des römischen Kaisers und Philosophen Marc Aurel (121–180 n. Chr.) beleuchtet. Marc Aurel gilt als einer der faszinierendsten Herrscher der Antike. Zur Information über den „guten Herrscher“ und dem Verfasser der weltberühmten „Selbstbetrachtungen“ bietet die Ausstellung einen umfassenden Einblick in sein Leben und seine Zeit. Besonders im Fokus steht die Frage, wie seine Regentschaft von Kriegen geprägt war und welche Rolle seine philosophischen Überzeugungen bei der Wahrnehmung seiner Herrschaft spielten.
Im Rheinischen Landesmuseum erwartet die Teilnehmer eine Zeitreise ins 2. Jahrhundert n. Chr. Hier können wertvolle archäologische Exponate und Originalfunde entdeckt werden, die einen tiefen Einblick in das Leben von Marc Aurel und die Herausforderungen seiner Zeit gewähren.
Im Anschluss an den Museumsbesuch wird ein gemeinsames Mittagessen in der Weinstube „Zum Domstein“ serviert. Die Teilnehmer genießen originelle römische Gerichte, die nach den Rezepten des antiken Kochbuchs des Marcus Gavius Apicius zubereitet werden.
Der Nachmittag führt die Gruppe ins Stadtmuseum Simeonstift, wo im zweiten Teil der Landesausstellung eine Führung stattfindet. Hier wird die Ausstellung mit einer einzigartigen Perspektive auf die Kunstgeschichte und die Darstellung von Herrschaft erweitert. Über die Jahrhunderte hinweg haben Künstler und Philosophen Marc Aurel und seine Vorstellung von „guter Herrschaft“ aufgegriffen und in ihren Werken verarbeitet. Gemälde, Skulpturen, Karikaturen und moderne Medien zeigen, wie sich die künstlerische Interpretation einer „guten Regierung“ im Laufe der Zeit verändert hat und welche Bedeutung dieser Diskurs auch heute noch hat.
Alles im Überblick:
Treffpunkt: 12.10.25, 7:45 Uhr am Messegelände Pirmasens
1. Programmpunkt: 10:00 Uhr (1. Gruppe) und 10:15 Uhr (2. Gruppe) Besuch der Landesausstellung „Marc Aurel – Kaiser, Feldherr, Philosoph“ im Rheinischen Landesmuseum
2. Programmpunkt: 14:30 Uhr (1. Gruppe) und 15:00 Uhr (2. Gruppe) Besuch der Landesausstellung „Marc Aurel – Was ist gute Herrschaft“ im Stadtmuseum Simeonstift
Rückfahrt: 16:30 Uhr, Ankunft Pirmasens, 18:30 Uhr
Kosten: 25,- € pro Person (Restaurant im „Zum Domstein“: Selbstzahler)
Anmeldung bis zum 21.09.2025: Norman Salzmann, Tel: 0176/84958253 oder per Mail norman_salzmann@yahoo.de
„Der Worte sind genug gewechselt – lasst uns nun endlich Häuser sehen!“ – pfälzische Jugendzentrumsbewegung der 1970er Jahre
22.09.2025, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Maximilian Spanier, Mannheim
„Der Worte sind genug gewechselt – lasst uns nun endlich Häuser sehen!“ – pfälzische Jugendzentrumsbewegung der 1970er Jahre
Datum/Uhrzeit: 22.09.2025, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Maximilian Spanier, Mannheim
Am Montag, 22. September 2025, 19.30 Uhr, lädt der Historische Verein Pirmasens e. V. zu dazu ein, im Carolinensaal eine bislang wenig beachtete Facette westdeutscher Zeitgeschichte zu entdecken: die Jugendzentrumsbewegung der 1970er und frühen 1980er Jahre in der Pfalz. Unter dem Titel „Der Worte sind genug gewechselt – lasst uns nun endlich Häuser sehen!“ beleuchtet der Referent Maximilian Spanier, die Geschichte dieser selbstverwalteten Jugendproteste am Beispiel von Kaiserslautern, Pirmasens und Kusel.
Die Jugendzentrumsbewegung war eine der größten Jugendbewegungen der alten Bundesrepublik. Ihr Ziel: eigene, selbstbestimmte Räume abseits elterlicher und staatlicher Kontrolle. Was in den Universitätsstädten von 1968 seinen Anfang nahm, erreichte in den 1970er Jahren auch die ländlich geprägte Pfalz – und traf dort auf spezifische lokale Dynamiken. Der Vortrag untersucht, wie Jugendliche in der Region Proteste organisierten, welche Räume sie erkämpften und wie Kommunalpolitik und Öffentlichkeit reagierten.
Dabei versteht sich der Vortrag nicht nur als regionalgeschichtliche Spurensuche, sondern auch als Beitrag zur überfälligen wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einer Bewegung, die das soziale und kulturelle Klima vieler Kommunen veränderte – und deren Nachwirkungen bis heute spürbar sind.
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Maximilian Spanier, Mannheim, studierte Deutsch und Geschichte auf Gymnasiallehramt an der Universität Mannheim. Seine Abschlussarbeit zur pfälzischen Jugendzentrumsbewegung schloss er 2023 ab. Aktuell arbeitet er im Forschungsprojekt zur Aufarbeitung sexuellen Missbrauchs im Bistum Speyer unter Leitung von Prof. Dr. Sylvia Schraut.
„Bewegte Zeiten – die SPD und ihr Kampf für die Reichseinheit 1918–1923“
25.08.2025, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Stefan Schaupp, Neustadt
„Bewegte Zeiten – die SPD und ihr Kampf für die Reichseinheit 1918–1923“
Datum/Uhrzeit: 25.08.2025, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Stefan Schaupp, Neustadt
Der Historische Verein Pirmasens e.V. lädt am Montag, 25. August 2025, 19.30 Uhr, herzlich in den Carolinensaal zu einem spannenden Vortrag über ein weitgehend in Vergessenheit geratenes Kapitel deutscher Geschichte ein: den politischen und gesellschaftlichen Kampf um die Wahrung der Reichseinheit nach dem Ersten Weltkrieg – mit besonderem Fokus auf die Rolle der Sozialdemokratie in der Pfalz.
Unter dem Titel „Bewegte Zeiten – die SPD und ihr Kampf für die Reichseinheit 1918–1923“ beleuchtet der Historiker Stefan Schaupp die dramatische Zeit unmittelbar nach dem Ersten Weltkrieg, als separatistische Bewegungen versuchten, die Pfalz vom Deutschen Reich zu lösen und einen unabhängigen Staat zu gründen.
Bereits 1919 formierte sich eine separatistische Bewegung in der Pfalz – doch es war insbesondere der Einsatz der SPD, die mit ihrer staatstragenden Haltung maßgeblich dazu beitrug, die Einheit des Reiches zu bewahren. Ihre verantwortungsbewusste Politik bewährte sich inmitten gesellschaftlicher Umbrüche und politischer Unsicherheit.
Die Situation eskalierte erneut im Krisenjahr 1923. Wirtschaftliche Not, politische Instabilität und die Belastungen der französischen Besatzung boten den Separatisten erneut Nährboden. Erneut trat die SPD als stabilisierende Kraft in Erscheinung – diesmal mit einer mutigen, öffentlichkeitswirksamen Aktion dreier prominenter pfälzischer Sozialdemokraten, darunter der ehemalige bayerische Ministerpräsident Johannes Hoffmann, die den Separatisten entgegentraten und damit selbst ins Kreuzfeuer der Kritik gerieten.
Der Vortrag analysiert nicht nur die ideologischen und politischen Motive der separatistischen Bewegung, sondern stellt diesen die Strategien und Handlungen der SPD gegenüber. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Spannungsfeld zwischen regionaler Identität, nationaler Integrität und politischer Verantwortung.
Stefan Schaupp, aus Neustadt, lehrt als Oberstudienrat Geschichte und Deutsch am Käthe-Kollwitz-Gymnasium in Neustadt. Er hat bereits mehrere Bücher und Aufsätze zur pfälzischen Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert veröffentlicht, darunter das Überblickswerk „Freiheitsträume, Freiheitsbäume“, das die Zeit von 1816 bis 1945 behandelte und das den Separatismus nach dem Ersten Weltkrieg zu Thema hat.
Der Eintritt ist frei.
Auf den Spuren der Saurier rund um Pirmasens und Möglichkeiten bürgerwissenschaftlichen Engagements in der lokalen Erdgeschichtsforschung
23.06.2025, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Dr. Sebastian Voigt, Kusel
Auf den Spuren der Saurier rund um Pirmasens und Möglichkeiten bürgerwissenschaftlichen Engagements in der lokalen Erdgeschichtsforschung
Datum/Uhrzeit: 23.06.2025, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Dr. Sebastian Voigt, Kusel
Dr. Sebastian Voigt, Paläontologe und Leiter des Urweltmuseums „Geoskop“ auf der Burg Lichtenberg, nimmt die Besucher seines Vortrags mit auf den Spuren der Saurier rund um Pirmasens. Außerdem informiert er darüber welche Möglichkeiten es gibt, selbst einen Anteil an der lokalen Erdgeschichtsforschung zu haben. Am 9. Juli 2020 wurde von einem Wanderer auf dem Weg zur Madenburg bei Eschbach der ca. 22 mal 22 Zentimeter große Fußabdruck eines urzeitlichen Sauriers entdeckt. Der wissenschaftliche Name für diese Art fossiler Fußspuren lautet Pachypes dolomiticus. Der griechische Name bedeutet so viel wie „der dicke Fuß aus den Dolomiten“. Der Fußabdruck von Eschbach ist der erste gesicherte Nachweis von Pachypes in Deutschland. Das Objekt gehört zu den am besten erhaltenen Spuren dieses Typs auf der Welt. Als Erzeuger der Pachypes-Spuren gelten Vertreter der ausgestorbenen Reptilgruppe der Pareiasaurier (“Backen-Echsen“). Es waren großwüchsige und schwer gepanzerte Pflanzenfresser. Die größten Exemplare erreichten gut drei Meter Länge und mehr als eine halbe Tonne Gewicht. Die Pareiasaurier starben an der Perm-Trias-Grenze vor rund 252 Millionen Jahren aus.
De guerres en Paix – Von Kriegen zu Frieden
26.05.2025, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Charles Schlosser, Lembach (F)
De guerres en Paix – Von Kriegen zu Frieden
Datum/Uhrzeit: 26.05.2025, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Charles Schlosser, Lembach (F)
Referent Charles Schlosser aus Lembach (F). Er war lange Bürgermeister von Lembach und erforscht in seinem Ruhestand die Sprache und Geschichte seiner Heimat. Zum Vortragsthema hat er im Oktober 2024 ein Buch veröffentlicht. In seinem Vortrag gibt er einen spannenden Überblick über vier Jahrhunderte deutsch-französischer Geschichte mit Schwerpunkt auf das Elsass und die Pfalz. Anhand von ortsbezogenen Ereignissen wird der wechselvolle Verlauf von Krieg und Frieden lebendig dargestellt. Besonders eingegangen wird auf die Auswirkungen der politischen Umwälzungen auf die Bevölkerung und die grenzüberschreitenden Beziehungen. Schlosser beginnt seine geschichtliche Erkundung mit dem 30jährigen Krieg und dem westfälischen Frieden. 1648 ist nämlich ein entscheidendes Datum, da das Elsass nun unter französische Souveränität gerät. Doch bis zum Ende der Zeit Napoleons ändert sich kaum etwas im Alltag der Elsässer, die das Los ihrer pfälzischen Nachbarn teilen. 1826 wird die öffentliche Grenze gezogen und mit Zöllnern überwacht. Diese Umstände lassen allmählich den Nationalismus aufgekommen, mehr natürlich in den jeweiligen Hauptstädten als hierzulande. Innerhalb 75 Jahre entstehen durch drei mörderische Kriege neue Umstände. Wie leicht zuvor die Beziehungen gepflegt werden konnten, so schwer haben sie es nun. Doch nach dem zweiten Weltkrieg finden die Machthaber den guten Weg zu einem dauerhaften Frieden, der uns heute alles möglich macht. Durch viele Anekdoten liefert der Schlosser einen lebendigen geschichtlichen Überblick über vier Jahrhunderte teils gemeinsamer, teils getrennter Geschichte.
Inflationsgeld der Pfalz 1923
28.04.2025, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Prof. Dr. Hans Ammerich, Neustadt
Inflationsgeld der Pfalz 1923
Datum/Uhrzeit: 28.04.2025, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Prof. Dr. Hans Ammerich, Neustadt
Mit dem Kriegsende 1918 nahm die Geldentwertung stetig zu. Neben dem Kleingeld gab es nun auch Notgeldscheine bis zu hundert Mark. Schließlich erreichte die Geldentwertung mit der Hyperinflation 1923 ihren Höhepunkt: Millionen-, Milliarden- und schließlich Billionen-Werte wurden benötigt und entsprachen in ihrem Wert dabei kaum mehr als einem Kilo Brot. Die Einführung des wertbeständigen Notgelds im November 1923 war ein erster Versuch zur Stabilisierung des Geldwesens. Es lautete nicht auf Mark, sondern auf Gold oder Waren wie z. B. Roggen. Erst mit Einführung der Rentenmark als Übergangswährung endete die Inflation. Prof. Dr. Hans Ammerich, Neustadt, berichtet über das Notgeld in der Pfalz in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts.
Gründonnerstag: Freie Plätze bei Bastelaktion für Kinder im Häusel
17.04.2025, 10:00 Uhr
Häusel am Blocksberg
Ferienaktion
Gründonnerstag: Freie Plätze bei Bastelaktion für Kinder im Häusel
Datum/Uhrzeit: 17.04.2025, 10:00 Uhr
Ort: Häusel am Blocksberg
Person: Ferienaktion
Eine Ferienaktion der besonderen Art steht am Gründonnerstag, 17. April 2025, im Häusel des
Historischen Vereins auf dem Programm. Kinder im Alter zwischen fünf und zehn Jahren lernen
von 10 bis 15 Uhr das historische Gebäude und seine Geschichte kennen, bereiten ein
gemeinsames Mittagessen zu und basteln Ostergeschenke.
Gästeführerin Emilia Koslowski nimmt die Mädchen und Jungen mit auf eine Zeitreise in die
Vergangenheit. Die Teilnehmer lernen den Alltag der Familie Hüther kennen, die mit sieben
Personen in dem um 1900 erbauten Häuschen in der Blocksbergstraße lebte – ohne Strom und
Wasser. Einst prägten die typischen Arbeiterhäuser das Pirmasenser Stadtbild. Mitte der
1980er-Jahre wurde das Gebäude von Wolfgang Loeser liebevoll restauriert und später
testamentarisch an den Historischen Verein übergeben. Seither dient das Häusel als
lebendiges Museum, in dem Besucher die Möglichkeit haben dem Leben ihrer Vorfahren
nachzuspüren.
Die Kosten für Bastelmaterial und Verpflegung betragen pro Kind fünf Euro. Eine Anmeldung
beim Stadtarchiv unter der Telefonnummer 06331/842832 ist notwendig.
Interessierte, die am Gründonnerstag keine Zeit für eine Teilnahme haben, können sich bereits
jetzt die Termine für die Sommerferien vormerken. Die Aktion „Ein Tag im Häusel“ findet am 3.,
10., 24. und 31. August statt. Weitere Infos und Anmeldung unter
www.pirmasens.de/ferienprogramm .
Die Wasgenwaldbahn – Geschichte einer Bahnlinie
24.03.2025, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Albert Wolf, Ludwigswinkel
Die Wasgenwaldbahn – Geschichte einer Bahnlinie
Datum/Uhrzeit: 24.03.2025, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Albert Wolf, Ludwigswinkel
Die französische Besatzungszeit nach dem ersten Weltkrieg in der Pfalz von 1918 bis 1930 bescherte den bis dahin fernab großer Verkehrswege gelegenen Ortschaften Rumbach, Fischbach und Ludwigswinkel eine Bahnlinie. Als Teil der Reparationszahlungen von Deutschland an Frankreich musste der deutsche Staat nicht nur in Ludwigswinkel ein großes Militärlager, sondern auch einen entsprechenden Bahnanschluß bauen. So entstand ab dem Frühjahr 1922 eine 14,4 km lange Bahntrasse für den Betrieb einer Schmalspurbahn ( Feldbahn ) mit einer Spurweite von 600 mm vom Bahnhof Bundenthal bis zum Militärlager Camp de Ludwigswinkel. Die Feldbahn wurde Ende 1922 / Anfang 1923 in Betrieb genommen und zunächst als rein militärische Materialbahn zum Transport von Truppen, Munition, Verpflegung und Futtermitteln genutzt. Die franz. Militärregierung genehmigte ab Mai 1925 den öffentlichen Betrieb der Wasgenwaldbahn. Leider konnte die Bevölkerung die Bahnlinie nur bis Oktober 1930 nutzen, da die franz. Besatzungstruppen die Pfalz und somit auch das Lager Ludwigswinkel räumen mussten. somit der eigentliche Zweck der Bahnlinie hinfällig wurde. Der Vortrag von Albert Wolf aus Ludwigswinkel mit zahlreichen Bilddokumenten befasst sich mit der Errichtung und dem Betrieb der Wasgenwaldbahn und seines Umfeldes bis zur Gegenwart.
Verwischte Spuren – Zum Luftangriff auf Pirmasens am 15. März 1945
24.02.2025, 19:30 Uhr
Carolinensaal
Norman Salzmann, Pirmasens
Verwischte Spuren – Zum Luftangriff auf Pirmasens am 15. März 1945
Datum/Uhrzeit: 24.02.2025, 19:30 Uhr
Ort: Carolinensaal
Person: Norman Salzmann, Pirmasens
Der Historische Verein Pirmasens e.V. lädt alle geschichtsinteressierten Bürgerinnen und Bürger zu einem eindrucksvollen Bildervortrag mit dem Titel „Verwischte Spuren – Die Schrecken des Krieges“ ein. Die Veranstaltung findet am Montag, 24. Februar 2025 um 19:30 Uhr im Carolinensaal statt.
Anlässlich des 80. Jahrestages des verheerenden Luftangriffs auf Pirmasens, der am 15. März 1945 große Teile der Stadt zerstörte, wird Stadtarchivmitarbeiter Norman Salzmann die dramatischen Ereignisse dieses schicksalhaften Tages beleuchten. Der Vortrag bietet nicht nur eine umfassende Darstellung der historischen Geschehnisse, sondern auch bewegende Einblicke in die persönlichen Schicksale der betroffenen Menschen.
Bevor auf die konkreten Geschehnisse des 15. März 1945 eingegangen wird, zeichnet der Vortrag die Vorgeschichte des Zweiten Weltkriegs nach und erläutert die politischen Spannungen sowie die militärischen Entwicklungen, die letztlich zu den alliierten Luftangriffen auf deutsche Städte führten.
Neben einer detaillierten Schilderung des Angriffs auf Pirmasens werden selten gezeigte historische Aufnahmen präsentiert, die die Auswirkungen der Bombardierung dokumentieren. Besonders eindrucksvoll sind dabei Pläne aus dem „Damage Report“ der US-Streitkräfte, die die Zerstörungen detailliert festhielten. Diese einzigartigen Quellen ermöglichen eine tiefgehende Auseinandersetzung mit dem historischen Ereignis und dessen Folgen für die Stadt und ihre Bevölkerung. Der Historische Verein Pirmasens e.V. lädt alle Interessierten herzlich ein, sich dieser wichtigen Erinnerung zu widmen und gemeinsam einen Blick auf die bewegte Vergangenheit der Stadt zu werfen. Der Eintritt zu dem Vortrag ist frei.
